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#icmandbeyond 16 – Konferenz „Inverted Classroom & beyond“ 2016

Die ICM-Konferenz findet bereits zum fünften Mal statt, diesmal erstmals in Österreich, an der
FH St. Pölten. Im Horizon Report 2015 wird dem Ansatz des Inverted Classroom Model (ICM) eine hohe Bedeutung für die nächsten Jahre zugemessen, sowohl für die Handlungsfelder Schule als auch Hochschule. Im ICM-Ansatz bereiten sich Lernende u. a. auf Basis digital verfügbarer Materialien sowie z. B. mit Rechercheaufgaben auf Präsenzveranstaltungen vor, die dann dem Vertiefen, Üben und Anwenden dienen. In allen Phasen wird auf Dialogorientierung und den didaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien geachtet. Gezielt gefördert werden Kompetenzen wie digital literacy, Selbstorganisation, Kooperation, forschendes und vernetztes Lernen.

Wir laden Sie herzlich zum Einreichen von Beiträgen für diese Konferenz ein!

Call for Contributions & Call for Papers (Deadline 1. September 2015) mehr

#icmchat#5 ICM und Physiotherapie

Beim vierten #icmchatde-Online-Meeting sprang sehr gekonnt und eloquent Sebastian Schmidt (http://www.flippedmathe.de/) ein und berichtete über den EInsatz von inverted / flipped classroom in Mathematik und Informatik im Schulbereich – hier die auch asynchron sehenswerte Aufzeichnung dazu. Fragen oder Kommentare sind natürlich weiterhin willkommen.

Beim nächsten #icmchatde geht es wieder um den Hochschulbereich, am Beispiel des Fachs Physiotherapie, wobei die von Andreas Stübler (FH St. Pölten) gewählte Vorgangsweise sich auch für viele andere Fächer adaptieren lässt. Zu den Details der Session am 11. 5. ab 17. 30 siehe diesen Blogpost.

Wir freuen uns wieder auf einen spannenden und ertragreichen Dialog!

Zusammenfassung der Inverted Classroom and Beyond – Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert

Volle Sitzreihen während der Eröffnung

Vordere Sitzreihe: Saskia Esken (MdB), Prof. Dr. Joachim Schachtner (Vize-Präsident, Uni Marburg)

Am 17./18. Februar fand die mit insgesamt 170 Teilnehmern bestens besuchte 4. ICM-Fachtagung an der Philipps-Universität Marburg statt. Dem Organisationsteam um Prof. Dr. Jürgen Handke, Dr. Peter Franke und Eva Marie Großkurth gelang es zum 4. Mal in Folge, die immer größer werdende Community von Lehrenden aus dem deutschsprachigen Raum, in Marburg zu versammeln und im Rahmen von Fachvorträgen und Workshops die Grundprinzipien der Digitalisierung der Lehre an Schulen und Hochschulen zu vertiefen.

Der Fokus des ersten Konferenztages lag auf der schulischen Lehre. Dr. Michael Kirch, Grundschulpädagoge der Ludwig-Maximilian Universität München, konnte dabei eindrucksvoll die große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit verdeutlichen. Während sich die Alltagsrealität über moderne Medien wie Handy, Konsole, E-Books und MP3-Streaming definieren lässt, hantiert die schulische mit Kreidetafeln, Overheadprojektoren oder Landkarten. Diese Diskrepanz aufzulösen, so Kirch, bedarf gezielter politischer Maßnahmen, umfangreichen Weiterbildungsangeboten für Lehrkräfte, aber auch allgemeiner motivationsfördernder Maßnahmen in den Köpfen der involvierten Akteure.

Im Anschluss wurden in mehreren Workshops, die anwesenden Lehrkräfte von bundesweit führenden Experten in der Produktion von Lehrvideos, der Nutzung von Lehr- und Lerntechnologien unterwiesen.

Der zweite Tag stand wie in den Vorjahren auch unter dem Motto “Digitalisierung der Hochschullehre”. Nachdem Prof. Dr. Joachim Schachtner in seiner Eigenschaft als Vize-Präsident der Philipps-Universität in seiner Eröffnungsrede den Stellenwert der Digitalisierung der Lehre für die gastgebende Hochschule betont und die bundesweite Vorreiterrolle des Teams um Prof. Dr. Handke herausgestrichen hatte, konnte erstmalig auch mit einem politischen Statement die Wichtigkeit des Themas untermauert werden. Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken (SPD), Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, betonte in ihrer Eröffnungsrede die Wichtigkeit der Digitalisierung der Hochschullehre vor dem Hintergrund internationaler Konkurrenz und nationaler Innovationsfähigkeit.

Exzellenzpreiseträger unter sich

Links: Dr. Malte Persicke, Ars Legendi Peris 2012. Rechts: Prof Dr. Jürgen Handke, Preisträger Hess. Exzellenzpreis in der Hochschullehre 2013

Im Anschluss daran standen nach der Begrüßung durch Professor Handke und einem Kurzvortrag zu den Varianten digitaler Lehr- und Lernszenarien drei vielbeachtete Plenarvorträge auf dem Programm. Dabei strich Prof. Dr. Johann Haag, Vize-Rektor der österreichischen Fachhochschule St. Pölten und Ausrichter der nächsten ICM-Tagung im Februar 2016, den enormen Stellenwert der Hochschulleitungen als Treiber der Digitalisierung der Lehre heraus, während Frau Prof. Dr. Claudia de Witt von der FernUni Hagen die Wichtigkeit der Nutzung mobiler Einsatzszenarien als Eckpfeiler des Inverted Classroom Modells diskutierte. Zum Abschluss der Plenarrunde zeigte Ars Legendi Preisträger Dr. Malte Persicke von der Uni Mainz nicht nur, wie das Inverted Classroom Modell erfolgreich eingesetzt werden kann, sondern auch wie es gelingen kann, sogar diejenigen Kollegen in die digitale Welt zu überführen, die der derzeitigen Entwicklung eher skeptisch gegenüberstehen.

Mit Workshops zu den verschiedenen Bereichen der modernen Hochschullehre im 21. Jahrhundert, von innovativen Präsenzphasenszenarien über Videoproduktion bis hin zu fachspezifischen Einsatzszenarien digitaler Lehrangebote boten die anschließenden, von bundesweiten Experten durchgeführten Workshops alles, was zur modernen Welt der digitalisierten Lehre gehört.

Mit einer Podiumsdiskussion der Plenarvortragenden und einer Reihe von Handlungsempfehlungen an Politik und Hochschulen wurde die Konferenz beschlossen.

Nach nunmehr drei Jahren und vier Fachtagungen hat sich die ICM-Fachtagung bundesweit etabliert und Marburg zu einem Zentrum der Digitalisierungsbewegung gemacht. Für Lehrkräfte aller Couleur, für Pädagogen und Didaktiker ist die ICM einer der wichtigsten Orte des Austausches im deutschsprachigen Raum geworden.

Diese Entwicklung soll ab 2016 durch die abwechselnde Ausrichtung der ICM in Deutschland und Österreich weiter vorangetrieben werden.

ICM Live-Online Werkstatt #4

Schon in die vierte Runde geht der Online-Treffpunkt jeden zweiten Montag im Monat: Austausch zu didaktischer Theorie & Praxis rund um student centered learning und innovativen Konzepten wie dem Inverted Classroom Modell.

Zunächst noch die Aufzeichnung vom letzten Treff (“Das umgedrehte Lehrbuch” mit einen Impuls von Jens Diftrich): https://webconf.vc.dfn.de/p4jrks04769/

Bewerbungsfoto_60x70Thema des nächsten Treffs am Mo, 13. 4. um 17:30 “ICM und die Muggels”: mit Daniel Lambach (Universität Duisberg-Essen)

Praktiker des Inverted Classroom sind nach der ersten Anwendung meist sehr von der Methode überzeugt. Wie reagieren aber die “Muggles” – KollegInnen, die (Hoch-)Schulverwaltung, Eltern und andere Beobachter – darauf? Erzeugen Pilotprojekte einen positiven Sog und regen sie zur Nachahmung an oder rufen sie Widerstand von didaktischen Traditionalisten hervor?

Hier gehts zum Online-Raum https://webconf.vc.dfn.de/icm_nutzertreffen/ keine Anmeldung nötig, nur Namen eingeben und als Gast eintreten! Willkommen sind Lehrende / Verantwortliche für Didaktik & E-Learning an allen Bildungseinrichtungen!

Videos der Plenarvorträge online

Wie bereits am Mittwoch angekündigt, stehen nun die Videos der Plenarvorträge vom Mittwoch im YouTube-Kanal des Virtuellen Zentrums für Lehrerbildung (VZL) (www.vzl-hessen.de) zur Verfügung. Hier gehts zur Playlist!

Der Mittschnitt des Vortrags von Herrn Dr. Michael Kirch wird in der kommenden Woche verfügbar sein.

Wir danken allen Referenten und Referentinnen sowie allen Teilnehmenden für ihre interessanten Beiträge, Ideen und kritischen Fragen zu Digitalisierung und Inverted Classroom.