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Inhalte für den Flipped Classroom

by - 22. November 2011

Die Frankfurter E-Learning-Verantwortlichen haben unsere Konferenzankündigung kommentiert, dabei aber den Fehler gemacht, der vielen bei der oberflächlichen Beschäftigung mit dem Konzept des Inverted Classroom unterläuft: Zu denken im ICM ginge es nur um die Videos.

“Dies [gemeint ist das ICM, Anm. d. Autors] ist, wenn ich an die vielen Versuche von Kolleginnen und Kollegen denke, die schon mit großen und kleinen Aufzeichnungen experimentiert haben und damit auch weiter arbeiten, nicht wirklich neu.”

Um es mit den Worten von Brian Bennett zu sagen:

The flipped class is not about the videos.

Es geht nicht um Videos, es geht nicht um Experimente, sondern darum, den eigenen Unterricht dauerhaft zum gemeinsamen Lernen nutzen zu können, was nur die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten zur Entlastung der Präsenzphase möglich ist.

Wer das Lehr- und Lernkonzept kennt, dass seit 2001 im Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Philipps-Universität Marburg eingesetzt wird, der weiß, dass wir keine Lehrvideos oder Vorlesungsmitschnitte bereitstellen, um unseren Flipped Classroom realisieren zu können.

Stattdessen bietet der Virtual Linguistics Campus (VLC) und seit 2004 das Virtuelle Zentrum für Lehrerbildung (VZL) die Möglichkeit, interaktive Inhalte innerhalb des Inverted Classroom Modells einzusetzen, die weit über das hinausgehen, was Lehrvideos können. Wir wissen allerdings auch, dass die Aufbereitung der Inhalte in dieser Form einen enormen Entwicklungsaufwand mit sich bringen, der von Einzelpersonen nicht zu leisten ist. Grob geschätzt benötigt eine Virtuelle Sitzung, die das Herz der Kurse in den beiden Plattformen (im VLC momentan 314 Virtuelle Sitzungen, im VZL 50) ausmachen und deren Bearbeitungszeit zwischen 60 und 120 Minuten beträgt, mit der Erstellung aller Texte, Grafiken, Videos, Audiodateien und Animationen 160 Personenstunden. Von den Beigaben wie Glossar, Language Index, Community oder Materialsammlungen ganz zu schweigen.

Allerdings muss man auch sagen, dass Vorlesungsvideos eine niederschwellige Möglichkeit sind, um schnell und unkompliziert Inhalte an die Studierenden zu bringen. Dadurch ist diese Möglichkeit immer noch besser, als gar keine Inhalte bereitstellen zu können.

Daher haben wir in der Ankündigung des Workshops und der Konferenz ganz bewusst von einfach zu erstellenden Materialien geschrieben, denn der Inverted Classroom benötigt Inhalte, sonst macht er keinen Sinn.

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