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„Flexibilisierung, Individualisierung und Wirksamkeit“ mit Prof. Dr. Jürgen Handke

by - 23. Januar 2017

Am Mittwoch, den 22. Februar 2017, wird Prof. Dr. Jürgen Handke den Workshop „Flexibilisierung, Individualisierung & Wirksamkeit“ leiten. Dieser Workshop, dessen Zielgruppe Lehrende mit Vorerfahrung im Einsatz bzw. Lehrende mit eigenen Ideen zum Einsatz des Inverted Classroom Modells sind, ist es, die verschiedenen Formate, die sich aus dem Inverted Classroom als Basismodell der Integration digitaler Elemente und Szenarien in die Lehre ergeben, zu erörtern. Dazu wird Jürgen Handke zunächst das Grundmodell des Inverted Classroom, so wie es seit 2013 an der Philipps-Universität Marburg im Fach Anglistik praktiziert wird, zusammen mit den Ergebnissen der seit dieser Zeit laufenden semesterbegleitenden Untersuchungen vorstellen. Dabei werden die neusten Ergebnisse zum FLOCK-Konzept aus dem Wintersemester 2016/17 mit einbezogen. Außerdem wird ein Novum und erste Untersuchungen dazu vorgestellt: Die E-Klausur, bei der die Internutzung erlaubt ist.

Der Workshop bezieht sich daher auf „Work-in-Progress“, somit sind Erfahrungen, Berichte und Evaluationsergebnisse der Teilnehmer auch in Hinblick auf zukünftige Publikationen willkommen.

juergen_handke1Prof. Dr. Jürgen Handke, mehrfach für die verschiedenen Facetten seiner digitalen Lehre ausgezeichnet, setzt seit 2006 Inverted Classsroom Szenarien in der Linguistik ein. Seit 2009 ist E-Assessment integraler Bestandteil dieser Lehre und seit 2013 das BYOD-Prinzip, das 2016 erstmals auch in elektronischen Klausuren angewendet wurde. Seit 2013 werden alle seine Lehrveranstaltungen auch auf deren Wirksamkeit hin untersucht und die Ergebnisse in verschiedenen Studien veröffentlicht.

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5 Kommentare
  1. Juergen Handke permalink

    Hier einige der zentralen Fragen:

    A) Was verstehen Sie unter Flexibilisierung?
    B) Was heißt es für Sie individuell zu lehren und zu lernen?
    C) Welche Wirksamkeitsparameter sollen/wollen wir untersuchen?

  2. Lieber Jürgen, hier meine Gedanken zu den Fragen:

    A) Situativ auf das Anforderungsniveau der Schüler (oder Klasse) eingehen können, indem man z. B. eine Vielzahl an Übungsaufgaben oder erläuternden Beispielen bereithält. Flexibilität besitzt man, wenn es parallelen Wege gibt, die zum selben Ziel führen.

    B) Den Schüler dort abholen wo er steht. Sich im Unterricht Freiräume zu gönnen, in denen man sich zum einzelnen Schüler hinsetzt und sich mit dessen Verständnisschwierigkeiten auseinandersetzt. Individualität heißt: Zielgruppenspeziität, auch wenn die Größe der Zielgruppe nur 1 beträgt.

    C) Der „Lernerfolg“: und zwar nicht erst bei den nächsten Schulaufgabe in ein paar Wochen, sondern bereits am folgenden Tag. Und evtl. eine Woche später.

  3. A und B kann ich nicht so recht trennen: Wichtig ist mir, auf verschiedene Vorkenntnisse, Lerntempi und Lernstile Rücksicht zu nehmen. Gerade entdecke ich Wege, wie die Lernenden lernen, indem sie selber Regeln entdecken. Vermutlich sind die selbst formulierten nachhaltiger als die fertig gelieferten.
    Zu C: Bisher habe ich mich nur mit der Zufriedenheit (hoch!) und den Klausurergebnissen (geringfügig schlechter als vorher) befasst, und wäre wirklich neugierig, was man noch messen kann.

  4. Da es in diesem Workshop (und am Mittwoch) um die Hochschullehre geht, füge ich zu Frage A gern immer Aspekte der Studierbarkeit als Mehrwert hinzu (zeitl. Flexibilität) und zu C müssen wir Daten erheben, nur welche? …. ich bringe komplette Datensätze mit!

  5. Eva permalink

    Flexibilisierung ist für mich in der Lehre ein eher negativ besetztes Wort. Immer wenn durch Medieneinsatz und e-Learning für die Studierenden flexibilisiert werden soll, ist es meines Erachtens politisch ein Wink in die falsche Richtung. Die Begründung für Flexibilisierung ist meist, dass dadurch Studierende mit Kindern oder/ und einem Job ihr Studium besser absolvieren können. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass diese am Tag arbeiten und in der Nacht noch e-Learing Programme durchlaufen. Der Begriff Flexibilisierung ist für mich ähnlich schwer wie Effizienz in Bildungszusammenhängen, weil dort ein politischer oder wirtschaftlicher Zwang dahinter steht.
    Anders verhält es sich mit Individualisierung. Wenn individuell gelehrt/gelernt wird, wird tatsächlich auf die Bedürfnisse der SchülerInnen/Studierenden geschaut. Wenn die Bedürfnisse erkannt sind, kann auf den einzelnen Menschen eingegangen werden, was für mich bedeutet, dass z.B. an vorhandene Fähigkeiten angeknüfpt wird, unterschiedliche Lösungswege angeboten werden, verschiedene Methoden ausgenutzt werden, kein Lernzwang entwickelt wird…
    Mit Wirksamkeitsparametern kann ich leider nicht viel anfangen. Zwei Punkte, die ich damit verbinde: Mich würde beim ICM interessieren, wie es sich auf die Motivation von SchülerInnen auswirkt und ob evtl. auch gezielt Medienkompetenzen auf Seiten der Lernenden gefördert werden können.

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