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Inverted Classroom and Beyond – Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert

blog_erste infos_aktuellDie Philipps-Universität Marburg wird auch im nächsten Jahr wieder zum Veranstaltungsort der Konferenz zum Inverted Classroom Model. Bereits zum 4. Mal veranstaltet Prof. Dr. Jürgen Handke und sein Linguistic Engineering Team am 17. und 18. Februar 2015 diese Tagung, die 2015 den Titel “Inverted Classroom and Beyond – Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert” trägt.

Nachdem bei den vorherigen ICM-Konferenzen das Augenmerk auf der Vorstellung und Erklärung des Inverted Classroom Modells über Anwendungsbeispiele hin zu ersten längerfristigen Evaluationen und empirischen Studien lag, wird es 2015 um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Videoeinsatz (“Learning is not just videos.”), Grundfragen des Einsatzes moderner Technologien (“Didactics must drive technology.”) und das ICM als Lehrmethode gehen. Weiterhin soll auch in verschiedenen Workshops, Foren und Vorträgen die Frage nach der Digitalisierung von Schule und Universität diskutiert werden. Darüber hinaus soll die ICM-Konferenz 2015 die reflektierte Betrachtung und Evaluierung des Modells anstoßen und vorantreiben.

Die Vorbereitungen für die ICM Konferenz 2015 laufen bereits auf Hochtouren. Neben dem Vize-Rektor der Fachhochschule St. Pölten  Prof. Dr. Johann Haag, Dr. Malte Persike von der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz und Prof. Dr. Claudia de Witt von der FernUniversität Hagen, konnte auch Dr. Michael Kirch als Plenarvortragender gewonnen werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an der nächsten ICM Konferenz, die am 17. und 18. Februar 2015 stattfindet, teilnehmen würden! Die Anmeldung wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

Das vorläufige Programm für die ICM 2015 finden Sie hier.

Tagungsband der ICM-Konferenz 2014 erschienen

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Der in Englisch verfasste Tagungsband zur dritten ICM-Konferenz in Deutschland liefert, neben der Beschreibung verschiedener ICM-Varianten, auch erste Ergebnisse aus Langzeitstudien hinsichtlich der Effekte des ICM.

Der Inverted Classroom ist eine seit vielen Jahren bekannte Lehr- und Lernmethode, die durch die Möglichkeiten der Nutzung digitaler Lehr- und Lernmaterialien enormen Auftrieb erfahren hat. Das Grundprinzip dieses didaktischen Modells ist einfach. Es kehrt die zentralen Aktivitäten des Lehrens und Lernens um: Die Inhaltsvermittlung und -erschließung erfolgt nicht wie traditionell im Rahmen einer gemeinsamen Präsenzphase, sondern orts- und zeitungebunden über das Internet. Die nachgeschaltete Präsenzphase dient zur Vertiefung, Übung oder Diskussion des Gelernten.

Gestützt durch empirische Analysen und umfassende Evaluationen von erfahrenen ICM-Anwendern geben die Beiträge des neuen Tagungsbandes Empfehlungen hinsichtlich der didaktischen, technischen und unterrichtspraktischen Umsetzung dieses Unterrichtskonzepts aus den Perspektiven unterschiedlicher Disziplinen. Die Autoren dieses Tagungsbandes sind zum großen Teil erfahrene Anwender des ICM, im universitären und schulischen Umfeld. Die meisten Beiträge stammen von aktiven Teilnehmern der ICM-Konferenz, die im Februar 2014 in Marburg stattgefunden hat. Herausgeber des Bandes sind Eva-Marie Großkurth und Prof. Dr. Jürgen Handke. “The Inverted Classroom Model: The 3rd German ICM-Conference-Proceedings” ist im Verlag Walter de Gryuter erschienen.

ICM 2015 am 17. und 18. Februar

Der Termin für die nächste ICM Konferenz im Februar 2015 wurde auf den 17. und 18. Februar 2015 verschoben.

Wir freuen uns, Sie im nächsten Jahr bei uns begrüßen zu können.

Vortragsinhalte zur ICM 2014

Die Videos und Folien zu den folgenden Vorträgen der ICM 2014 stehen nun zur Ansicht bzw. zum Download bereit:

Systematischer Kompetenzaufbau

Dirk Weidmann

Mehr als (nur) MOOCs: Trends und Treiber der Digitalisierung der Lehre
Ralph Müller-Eiselt

Online-Lehre an einer Präsenzuniversität
Dr. Angela Preetz

Die umgedrehte Vorlesung – Erfahrungen mit einer Informatikvorlesung
Prof. Dr. Jens Dittrich

Digitale Beschulung ist keine Bildung
Prof. Dr. Jörn Loviscach

Alle Inhalte finden Sie hier.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Die 3. ICM Konferenz ist erfolgreich zu Ende gegangen und wir hoffen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Anregungen und Kontakte mit nach Hause nehmen konnten. Vielen Dank an dieser Stelle an die Plenarvortragenden und die Referenten der Workshops sowie an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gerne nehmen wir Ihre Rückmeldungen und Anregungen für die nächste ICM Konferenz auf.

Natürlich wird es auch im nächsten Jahr eine Konferenz geben. Wir freuen uns, Sie in am 24. und 25. Februar 2015 wieder begrüßen zu können.

Die Folien der einzelnen Vorträge und Videoaufzeichnungen sowie die erarbeiteten Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops werden wir in der kommenden Woche an dieser Stelle veröffentlichen.

Erinnerung: Laptop für die Workshops mitbringen

Liebe Teilnehmer/innen,

bitte denken Sie daran, zur ICM 2014 Ihren Laptop (bzw. Ihr Tablet) mitzubringen. Insbesondere für die Workshops zu Camtasia und Snagit ist dies unerlässlich. Für den Lehrerworkshop am Dienstag benötigen Sie zudem die Probeversion von Camtasia bzw. Snagit, die Sie sich hier herunterladen können.

Wir wünschen Ihnen eine gute Anreise nach Marburg!

Informationen zur Organisation der Konferenz

Unter dem Punkt Anfahrt zur ICM finden Sie weitere Informationen zur Anfahrt und der Parksituation vor Ort.

Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch wird es ein Tagungsbüro geben, bei dem sich die Teilnehmer anmelden können. Sie finden dieses im Foyer der Philosophischen Fakultät. Kommen Sie bitte frühzeitig, damit ein pünktlicher Beginn um 14:00 Uhr am Dienstag und um 10:30 Uhr am Mittwoch ermöglicht werden kann.

Wir weisen die Teilnehmer der ICM darauf hin, dass der Wechsel der Workshops vor Ort nicht möglich ist.

Anfahrt und Parken

Mit dem Auto fahren Sie auf der B3 bis zur Ausfahrt Marburg Mitte. Wenn Sie aus Richtung Gießen kommen, fahren Sie links und nehmen dann die dritte Einfahrt links. Wenn Sie aus Richtung Kassel kommen, fahren Sie links und dann wieder links, fahren an dem Zubringer zur B3 vorbei und nehmen dann die dritte Einfahrt links. Sie befinden sich dann auf dem Parkplatz vor Turm D.

Mit der Bahn fahren Sie bis Marburg Hauptbahnhof und können dann zu Fuß ca. 10 Minuten bis zur Philosophischen Fakultät laufen. Wenn Sie aus dem Marburg Bahnhof kommen, gehen Sie gerade aus und die erste Straße links. Sie müssen dann dem Verlauf der Straße an der Stadtautobahn entlang folgen, bis Sie zu dem Gebäude mit den vielen Türmen kommen.

Eva-Marie Großkurth und Sabrina Zeaiter über ihren Workshop am Mittwoch

Eva GroßkurthEva-Marie Großkurth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität Marburg und Koordinatorin des Projekts “Virtuelles Zentrum für Lehrerbildung”. Sie lehrt sie am Institut für Anglistik und Amerikanistik im Bereich Neue Medien im Fremdsprachenunterricht.

Sabrina Zeaiter Sabrina Zeaiter ist ebenfalls wissen-schaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philipps-Universität Marburg. Ihre Lehr- veranstaltungen “Varieties of English” und “Multimedia on the Web” hat sie nach dem Konzept des umgedrehten Unterrichts ausgerichtet.
Im Zentrum des Workshops steht der Einsatz von studentischen Tutoren im Inverted Classroom Mastery Model in Lehrveranstaltungen mit hohen Studierendenzahlen.

In Zeiten überfüllter Hörsäle und Seminarräume bedarf auch das ICM eines zusätzlichen Personaleinsatzes, um bei Teilnehmerzahlen jenseits der 100 eine hochwertige Präsenzphase realisieren zu können. Welche Aufgaben werden von den TutorInnen übernommen? Wie sieht die Vorbereitung aus? In wie weit unterscheidet sich der Einsatz studentischer Tutoren im ICM im Vergleich zum traditionellen Einsatz? Diese und weitere Fragen werden gemeinsam mit den Teilnehmern und den aktiven Tutoren behandelt. Im Zentrum dieses Workshops steht das Beispiel des Tutoreneinsatzes am Institut für Anglistik im Bereich Linguistik.

Das ICMM im WS 2013/14 – Evaluationen und studentische Selbsteinschätzungen

Eine detaillierte Beschreibung und Diskussion der Statistiken erfolgt im Beitrag von Prof. Dr. Jürgen Handke zum Tagungsband der ICM 2014. Der Tagungsband wird voraussichtlich im Sommer 2014 erscheinen.

A Lehrveranstaltung “Introduction to Linguistics”
Zielgruppe: Lehramt Englisch an Gymnasien (1. Fachsemester)
Teilnehmer zu Beginn: 252, nach Einschreibeverpflichtung am 15.11: 226

Tab. 1: Teilnehmerstatistik
(29.11. Reading Week; 20.12. letzte Sitzung vor Weihnachten)

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Tab. 2: Entwicklung des Mastery Levels (% vorbereiteter Teilnehmer)
(29.11. Reading Week; 6. Dezember: sehr schwieriger Inhalt)

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B Lehrveranstaltung “Phonetics, Phonology and Transcription, Group B”
Zielgruppe: Lehramt Englisch an Gymnasien (1. Fachsemester)
Teilnehmer: 166, nach Einschreibeverpflichtung am 15.11: 138

Tab. 1: Teilnehmerstatistik
(28.11. Reading Week; 19.12. letzte Sitzung vor Weihnachten)

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Tab. 2: Entwicklung des Mastery Levels (% vorbereiteter Teilnehmer)
(28.11. Reading Week, 12.12. „Difficult Topic“)

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C Die Abschlussklausuren
Gemeinsame Modulabschlussprüfung für beide Kurse Introduction und Phonetics (Zeit 120 Minuten):

Description

Type

Weight in %

No. of questions

General questions about phonetics Multiple Choice

20

60

Questions about phonetics Input Task

10

20

The phonemic transcription of RP words Transcription Task

10

15

Counting elements in context Input Task

10

15

General questions about linguistics Multiple Choice

20

60

Questions about linguistics Input Task

10

20

Add morpheme boundaries to words Segmentation Task

10

15

Syntactic elements in context Selection Task

10

15

Ergebnis (Lehramt):

  • Teilnehmer: 200
  • Bestanden: 172 (86%)
  • Durchgefallen: 28 (14%)
  • Ergebnis:
    • 63% von 100%
    • 5,68 Notenpunkte (auf der 15er-Skala)
    • Gesamtkursnote: 8,3

Ergebnis (BA):

  • Teilnehmer: 26
  • Bestanden: 23 (88%)
  • Durchgefallen: 3 (12%)
  • Ergebnis:
    • 67% von 100%
    • 6,2 Notenpunkte (auf der 15er-Skala)
    • Gesamtkursnote: 8,0

Zum Vergleich: Ergebnis (Lehramt, Examenskandidaten):

  • Teilnehmer: 20
  • Bestanden: 4 (20%)
  • Durchgefallen: 16 (80%)
  • Ergebnis:
    • 44% von 100%
    • 1,0 Notenpunkte (auf der 15er-Skala)

Die Klausurergebnisse untermauern den hohen Anspruch bzw. den enormen Schwierigkeitsgrad der Klausur. Hohe Durchfallrate von Studierenden, die kurz (2 Monate) vor ihrem Examen stehen, sowie die subjektive Selbsteinschätzung der ICMM-Teilnehmer, die ihren Lernerfolg im Vergleich zu traditionellen Methoden als höher einschätzen (siehe unten), unterstützen diese Annahme.
Im April wird den ICMM-Teilnehmern die Klausur erneut als diagnostischer Test vorgelegt.

Studentische Selbsteinschätzung
(anonyme Abstimmungen mit Promethean ASR-System ActiVote; n = 163)

Frage 1:
Einschätzung des Lernerfolges im “Inverted Classroom”: Im Vergleich zu anderen Lehrformaten …

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A. lerne ich wesentlich mehr (21,5%)
B. lerne ich mehr (37,4%)
C. lerne ich genauso viel (13,7%)
D. lerne ich weniger (19,6%)
E. lerne ich wesentlich weniger (7,8%)

Frage 2:
Einschätzung des Arbeitsaufwandes im “Inverted Classroom”: Im Vergleich zu anderen Lehrformaten

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A. arbeite ich wesentlich mehr (28%)
B. arbeite ich mehr (28%)
C. arbeite ich genauso viel (35%)
D. arbeite ich weniger (3%)
E. arbeite ich wesentlich weniger (5%)

Zusatzfrage: Welche Veranstaltungsform wünschen Sie sich für das Seminar „Morphology and Syntax“ im SS 2014?

  1. ein traditionelles Lehrformat: (32,5%)
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    • Inhaltsvermittlung und –erschließung „in-class“
    • Übern und Vertiefen zu Hause
  2. ein „umgedrehtes“ Format: (67,5%)
    • Inhaltsvermittlung und –erschließung Online
    • Üben und Vertiefen „in class“

ICM Konferenz 2014 – Nur noch wenige Plätze frei

Sie Interessieren sich für das Inverted Classroom Model oder sind bereits selbst Anwender dieses innovativen Unterrichtskonzepts?

Dann melden Sie sich schnell zur ICM 2014 am 25. und 26. Februar 2014 in Marburg an. Für den Lehrerworkshop am Dienstag und die Konferenz am Mittwoch stehen jeweils nur noch wenige Plätze zur Verfügung.  Nutzen Sie zur Anmeldung unser Webformular!

Die Anmeldefrist endet spätestens am kommenden Dienstag, den 11. Februar um 10:00 Uhr.

Sollten die Restplätze bereits früher vergeben sein, behalten wir uns vor, die Anmeldung auch schon vor Dienstag zu schließen.